Daseinsvorsorge

Tag der Daseinsvorsorge in Mindelstetten

Großes Interesse am Tag der Daseinsvorsorge in Mindelstetten

(fj) Es war ein Tag wie ihn sich ein Veranstalter nicht schöner wünschen kann. Die Sonne lachte und der Himmel strahlte in den bayerischen Landesfarben. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten großes Interesse und auch die Veranstalter waren bestens gelaunt. Schon das Vormittagsprogramm kam sehr gut an. Knapp einhundert Besucherinnen und Besucher, darunter die beiden Jura Hopfenköniginnen Johanna Schoberer und Rebekka Niebler interessierten sich für die Wasserwirtschaft der Gemeinde. In zwei Bussen waren sie unterwegs um als erste Anlaufstelle den Hochbehälter der Altmannsteiner Wassergruppe, von dem aus auch Mindelstetten versorgt wird, zu besichtigen. In kleinen Gruppen wurden die Gäste durch die moderne, erst kürzlich renovierte Anlage geführt, wo Wasserwart Georg Grimm und sein Kollege Franz Pfaller die Versorgung der verschiedenen an das Ringwassernetz angeschlossenen Orte und Gemeinden erklärte. Gut 2500 m³ bestes Trinkwasser fast dieser größte Behälter der Wassergruppe. Er liegt oberhalb von Altmannstein auf einer Höhe von 492 Metern und wird von den Tiefbrunnen in Steinsdorf, Laimerstadt und Kohlmühle gespeist. Dieser Hochbehälter kann im Notfall, zum Beispiel bei einem Stromausfall die angeschlossenen Abnehmer unter normalen Umständen bis zu zwei Tagen mit Wasser versorgen. Das Wasser wird tagsüber aus dem Behälter entnommen und nachts mit günstigerem Strom wieder befüllt. Zunehmend, so Wasserwart Grimm bereiten Schadstoffeinträge wie Atrazin oder Nitrat bei zwei Brunnen Sorge. Während das Herbizid Atrazin mit Hilfe von zwei Kohlefiltern restlos entfernt werden kann liegt die Nitratbelastung noch unter dem Grenzwert. Jedenfalls wird die Entwicklung durch das zuständige Personal und die behördliche Überwachung sorgfältigst beobachtet. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung für die Abnehmer bestand und besteht dadurch mit Sicherheit nicht. Während der Besichtigung stieß auch MdL Tanja Schorer-Dremel, die Schirmherrin der Veranstaltung „Eine Region in Aktion“ zur Gruppe. Ihr Grußwort wurde mit großem Beifall bedacht. Nach dem Dank des Bürgermeisters an Wasserwart Georg Grimm und Franz Pfaller für ihre interessanten Erklärungen ging es daran das im Programm vorgesehene Weißwurst Leberkäse Frühstück zu verzehren. So gestärkt wurde die Abwasserkläranlage der VG in Pförring angesteuert. Dort wurden die Besucherinnen und Besucher bereits von Klärwärter Erhard Schmailzl und seinem Kollegen Peter Wölfl erwartet. Schmailzl erklärte den Gästen anschaulich welchen Weg das Abwasser durch die Anlage nimmt, was dabei zu beachten ist ehe es gereinigt den Weg in die Donau findet. Dabei schafft die Kläranlage mithilfe von Mechanik und Bakterien eine Reinigungsleistung von 98 bis 100 Prozent. Unser Wasser ist bei der Einleitung in die Donau fast sauberer als das Wasser in der Donau, so Klärwärter Schmailzl.

Weiter ging es nach Mindelstetten, wo die Ankommenden auf dem Schulhof von den Kindern mit einem Lied begrüßt wurden. Bürgermeister Alfred Paulus konnte dort rund dreihundert Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Darunter auch Landrat Anton Knapp uns seine beiden Bürgermeisterkollegen Bernhard Sammiller und Josef Lohr. Verena Ingold, die Rektorin der Grundschule und ihr Kollegium, sowie die Kindertagespflege und der Kindergarten hatten im Vorfeld schon wertvolle Arbeit geleistet um ihr Refugium entsprechend präsentieren zu können. Der Elternbeirat des Kindergartens unter Raphaela Huber und der Grundschule unter Anita Merkl hatten für die Bewirtung der Gäste gesorgt. Allergrößtes Interesse fand der Vortrag von Anton Regensburger, der in einer wunderbaren Präsentation seinen Zuhörern einen kleinen Einblick in die Geschichte von Mindelstetten gab. Auch die historischen Fotos von Peter Straßburger fanden sehr großes Interesse. Ebenso das Fotobuch von Sebastian Schoberer, das die Vergangenheit von Tettenagger in Erinnerung brachte. Besonders neugierig waren natürlich alle auf die Entwürfe für das neue Gemeindezentrum. Drei offizielle Vorschläge gab es zu bestaunen und zu diskutieren. Daneben waren zwei weitere Arbeiten außer Konkurrenz zu besichtigen. Die Meinungen zu den drei zur Abstimmung stehenden Entwürfe waren sehr unterschiedlich und regten die Betrachter zu Verbesserungswünschen an. Ein richtiges „Prima“, oder „Super“ war dabei noch nicht auszumachen. Hier wird vor der endgültigen Abstimmung noch einiges an Denk und Feinarbeit unter allen beteiligten notwendig sein. Jedenfalls sind Bürgermeister und Gemeinderat höchst gespannt über das von den Bürgerinnen und Bürgern abgegebene Votum. Bleibt als Fazit: Ein gelungener Tag mit vielen neuen Erkenntnissen der Alt und Jung einander näher brachte und an dessen Ende sich Bürgermeister Paulus zufrieden bei allen Beteiligten vielmals bedankte.