Starkbierfest nach dem Geschmack des Publikums

Offendorf (rss) Mit Spannung wurde das erste Starkbierfest im Vereinsbahnhof Offendorf erwartet. Die Gäste erlebten eine gute Mischung aus Unterhaltung, Witz und gekonnter Ironie zu Politik. Das Derblecken wurde in musikalischer Form von den „Oberschneidigen“ übernommen.

Der Vorsitzende vom Vereinsbahnhof Offendorf Sebastian Schoberer konnte Kreisrat Josef Kundler, Bürgermeister Alfred Paulus, seinen Stellvertreter Jakob Lang sowie etliche Gemeinderäte und Vereinsvorstände im fast vollbesetzten Saal begrüßen. Von Beginn an sorgten Dominik Schneider und Wolfgang Oberbauer als die Oberschneidigen für gute Unterhaltung. Zur Musik gaben sie immer wieder gekonnte Trinksprüche und Witze zur Freude des Publikums zum Besten. Ein gespielter Witz der beiden zeigte eine Mauer, die von einem Normaldenkender und einem Verrückten zu streichen war. Am Ende stellte sich die Frage, wer sich auf der richtigen Seite der Mauer befindet. Mit dem Lied vom der „Michkübelzipfelgummidichtung“ waren die Gäste zum Mitsingen aufgefordert, was aber nur schwerlich gelang.

Das Derblecken wurde in Gstanzlform vorgesungen. Als erstes wurde vom Missgeschick vom Vorsitzenden Schoberer berichtet. Er hat eine Kaffemaschine verkauft und durch die Verwechslung von Absender und Empfänger hat er diese an sich selber gesandt. So kamen noch mehrere lustige Begebenheiten ans Tageslicht wie die Verwechslung von baugleichen Autos oder einem verlorenen Schuh am Mindelstettener Markt. Die Feuerwehr Hüttenhausen musste durch die angebliche Sonderanfertigung des neuen Einsatzfahrzeuges schon mehrmals die Fahrzeugsegnung verschieben. Bürgermeister Paulus hat seinen Geburtstag so groß gefeiert, dass er die Gemeinderatssitzungen extra lange hält, um anschließend nicht mehr zum Wirt gehen zu müssen. Moniert wurden die ausstehende Projekte der Straßen, Radwege und die Dorfentwicklung in Tettenagger. Die neue Markthalle in Mindelstetten samt Straße und Denkmal soll auf „Georg Humpl“ benannt werden. Die Damen vom Strickkreis sind nicht nur im Stricken fleißig, sie können auch Wasseradern suchen. Die Sportgruppe 55plus ist fitter als so mancher Gast vom Stammtisch, dafür können diese wiederum mehr Getränke verzehren. Ob Hiendorf oder Offendorf mehr Einwohner hat war Gegenstand einer Wette. Diese Wette könnte durch die Geburt von Zwillingen in Offendorf noch gewonnen werden. Die Oberschneidigen wurden mit kräftigem Applaus bedacht. Die Gäste waren rundum zufrieden und dürfen auf eine Neuauflage im kommenden Jahr hoffen.

 

Foto: Die Oberschneidigen Dominik Schneider und Wolfgang Oberbauer beim Starkbierfest in Offendorf.