Sketcheabend des Theatervereins wieder ein toller Erfolg

Akteure auf der Bühne reich mit Beifall belohnt. Ein wenig anders als sonst war er schon, der Sketche Abend des Mindelstettener Theatervereins. Nicht wie gewohnt in der wunderbaren Kulisse des Schulhofs, sondern wegen des unsicheren Wetters in der Turnhalle musste die Truppe um Paul Wambach und Josef Jokl ihre Gäste empfangen. Außerdem war die Veranstaltung eingezwängt in einen übervollen Terminkalender. Trotzdem wollten sich mehr als einhundert Besucherinnen und Besucher, sowie eine große Schar Kinder, den Sketcheabend nicht entgehen lassen. Dass an diesem Abend nicht nur die Gäste, sondern auch die Akteure auf der Bühne viel Spaß hatten, konnte man schon von Beginn an erkennen. Den Anfang machte Kathi Liedl als Metzgerei Fachverkäuferin, die ihrem Kunden Michl Golda der nur eine „Leberkäs Semmel“ wollte, wortreich mit einer solchen Vielzahl von Varianten überraschte, dass dieser nicht mehr wusste was er wollte und am Ende das nahm, was er bekam. Dann wollten sich Vater Michael Golda und Mutter Steffi Wiesinger zusammen mit ihren Sprösslingen Quirin Golda und Anna Wiesinger einen gemütlichen Fernsehabend machen. Dabei gerieten sie beim zappen durch die Programme immer wider auf nicht Jugend geeignete Sendungen, die den wissbegierigen Nachwuchs ständig zu unangenehmen Fragen wie, was ist ein Höhepunkt, oder was bedeutet in flagranti erwischt, veranlasste. Eine für Eltern nicht einfache Situation, die man nur durch den Druck auf einen bestimmten Knopf der Fernbedienung beenden kann. Korbinian Rottenkolber als Herbert und Anke Gauf als Schnipsi erfuhren dass sich Freunde, die erst kürzlich geheiratet hatten sich nach wenigen Wochen wieder scheiden ließen. Das veranlasste sie ihr zweckgebundenes Hochzeitsgeschenk zurückzufordern, wodurch neben den normalen Schwierigkeiten auch hauseigene Heimlichkeiten aufkamen. Anne Schäffer war mit ihrem Gatten Andreas Kraus zum dritten Mal auf dem Weg zur Führerschein Prüfung. Dabei belehrte er ständig die Fahrerin bis sie die Geduld verlor. Anke Gauf, Georg Treffer, Paul Wambach und Angelika Forchhammer trafen sich bei der Annahme für Kontaktanzeigen im Büro des Donau Kurier, wo sie mit Veronika Straßburger eine resolute Mitarbeiterin der Zeitung empfing. Natürlich war diese mit den mitgebrachten Texten nicht einverstanden und optimierte sie erfolgversprechender. Florian Kraft, alias Herbert Haberkorn und seine Gattin Anne Schäffer machten Urlaub zuhause. Als in der Tageszeitung eine Traueranzeige mit dem Namen des Gatten erschien. Sein Anruf bei der Redaktion half nicht mehr die Nachricht war verbreitet. Jetzt begannen die Anrufe mit Beileidsbekundungen an die Witwe mit teilweise recht eindeutigen Angeboten. Fazit: Auf diese Weise erfährt man etwas von über Leute. Mit Veronika Straßburger, Steffi Wiesinger, Korbinian Rottenkolber, Andreas Kraus und Paul Wambach trifft sich eine Phobie Selbsthilfegruppe. Jeder von ihnen rastet bei einem bestimmten Wort oder einer bestimmten Situation aus, was beim Zusammentreffen und Gesprächen miteinander zu dramatischen Situationen führt. Fazit: Ein Abend mit vielen zufriedenen Leuten im Publikum und auch auf der Bühne, die für ihren Übungsfleiß und das Gebotene mit viel Beifall belohnt wurden.