Pfarrer, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat zu Besuch im Atelier Graf

Die Begegnungsstätte am Geburtshaus der hl. Anna Schäffer nimmt Gestalt an. Davon konnten sich Pfarrer Johann Bauer, Bürgermeister und Kirchenpfleger Alfred Paulus, Karl Lindl Mitglied der Kirchenverwaltung, sowie zweiter Bürgermeister und Pfarrgemeinderat Jakob Lang, kürzlich überzeugen. Dazu luden Raphael Graf und seine Gattin Adelheid, beide Bildhauer, die Verantwortlichen der Pfarrei in ihr Atelier nach Schernfeld ein. Nachdem sie vom Beurteilungsgremium den Auftrag erhielten ihr Konzept zur Gestaltung der Begegnungsstätte am Anna Schäffer Geburtshaus umzusetzen, gingen sie mit Elan daran ihre Entwürfe und Skizzen Wirklichkeit werden zu lassen. Nach einer herzlichen Begrüßung konnten die Gäste, erklärt von Raphael Graf, die bereits fertig gestellten Skulpturen für den Kreuzweg in der endgültigen Größe sehen und bestaunen. Die mit Plastilin modellierten Objekte, die in Silikon ab geformt und anschließend in Wachs gegossen wurden, sind bis auf kleine Überarbeitungen fertig zur Lieferung an die Gießerei. Dort werden sie im sogenannten Wachs Aus-schmelz verfahren in Bronze gegossen. Gerade dieser Teil der Arbeiten war emotional recht schwierig, so die beiden Künstler. War doch das Leben der hl. Anna Schäffer, mit dem sie sich lange und eingehend befasst haben, ein einziger Kreuzweg, das dem späteren Betrachter dieser Skulpturen damit vermittelt werden soll. Der nächste Schritt ist die Bearbeitung und Gestaltung der Stelen für die acht Kreuzweg Stationen, die in den nächsten Tagen geliefert werden, so Raphael Graf. Hier werden die notwendigen Ausnehmungen zur Aufnahme der Skulpturen angebracht, die Ausschnitte aus ihrem Leben der Heiligen andeuten sollen. Da ist einmal das Zimmer das sie wegen ihrer Leiden nicht verlassen konnte, daneben gibt es aber auch Szenen in den Stelen, die nach vorne offen sind und so das Leben und Wirkung der Heiligen Anna Schäffer nach außen symbolisieren sollen. In die Sockel der Stelen werden Schriften mit Zitaten der Heiligen eingemeißelt, die den Betrachter zum Nachdenken anregen und ihm Mut und Hoffnung mit auf den Weg geben sollen. Intensiv gearbeitet wird auch an anderen Exponaten, so zum Beispiel an einem Relief mit dem Bild der Heiligen, das unter den Händen von Adelheid Graf entsteht und am Eingang der Anlage die Besucher empfangen wird. Für uns ist diese Aufgabe nicht nur ein Auftrag, sondern eine große Ehre und eine besondere Herausforderung, so beide Künstler übereinstimmend. Auf dem Gelände am Anna Schäffer Geburtshaus werden derzeit erste Erdarbeiten ausgeführt. Die weiteren Arbeiten werden Zug um Zug bis zur Fertigstellung der Exponate, die dort ihren Platz finden sollen, folgen. Mit der Fertigstellung der Begegnungsstätte rechnen Raphael und Adelheid Graf im Einvernehmen mit Pfarrer Johann Bauer und der Kirchenverwaltung Anfang Oktober dieses Jahres. Als Wunsch Ziel haben alle den 5. Oktober, den Todestag der Heiligen, der alljährlich als Gedenktag besonders gefeiert wird für die Einweihung eingeplant.

Foto:009 R. Graf erklärt die Exponate. v. l. Karl Lindl, Jakob Lang, Pfr. Johann Bauer Bgm. Alfred Paulus, Adelheid und Raphael Graf.