Neuwahl beim Christlichen Bauern- und Arbeiterbund Offendorf

Außerordentliche Mitgliederversammlung des Christlichen Bauern- und Arbeiterbundes Offendorf. Der Christliche Bauern- und Arbeiterbund Offendorf hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Die Versammlung war notwendig, da die vierjährige Amtsperiode des Vorstandes abgelaufen war und Neuwahlen anstanden. Zur Versammlung konnte Alfons Waldinger 32 Mitglieder begrüßen. Zunächst gedachte er der erst kürzlich verstorbenen Theresia Straßburger.

Waldinger zog ein Resümee von zehn Jahren Amtszeit. Im Jahr 2009 führte er den ersten Bauernjahrtag durch. Damals war Dr. Lehnhart aus Kösching zu Gast. Im Jahr 2010 wurden Gedichte von Franz Riegler und Resi Lochner vorgetragen. 2011 war mit Gerald Huber ein prominenter Redner zur heimatlichen Sprache zu hören. Im Jahr 2012 referierte Emmeram Batz über die Vorsorgevollmacht. 2013 wurde der erste Bauernjahrtag im Vereinsbahnhof Offendorf abgehalten. Damals war Notar Kopp als Redner zu Gast. Erstmalig wurde damals der Abend mit Hausmusik der Familie Schneider aus Hemau gestaltet. Wie Waldinger sagte, war es damals ein Glücksfall. Der Abend hat seit damals einen immer größeren Zulauf erfahren. „Besser kann es kaum laufen“, so Waldinger. Er ging weiterhin auf die Spendenentwicklung seit 2008 ein. Damals waren es 895 Euro heuer 840 Euro. Die Spenden machen den Jahrtag maßgeblich möglich. Ein Spitzenwert wurde im Jahr 2016 mit 975 Euro erreicht. Bei der Mitgliederentwicklung zeigte er sich zufrieden. Im Jahr 2008 gehörten 244 Mitglieder dem Verein an. Derzeit sind es 268 Mitglieder. Der Höchststand war 2017 mit 275 Mitgliedern. Der Kassenstand sei stabil. Im Jahr 2012 wurde an den Vereinsbahnhof zum Bau des Hauses eine Spende von 1000 Euro gemacht und ein zinsloses Darlehen in Höhe von 4000 Euro gegeben. Der Verein verfüge weiterhin über ein gutes Finanzpolster. In diesen sechs Jahren wurde der Kassenstand dennoch um 2700 Euro erhöht. „Mir ist lieber, wenn im Verein und im Jahrtag was geboten ist, als eine prall gefüllte Kasse zu haben“, so Waldinger. Daraufhin stimmten die Mitglieder spontan mit Applaus zu. Bei allem Spaß soll der Rahmen und die Tradition erhalten werden. Dazu gehöre das Totengedenken und die Begleitung der verstorbenen Mitglieder zum letzten Geleit. Der Bauernjahrtag sei „ein Tag an dem man dankbar auf das letzte Jahr zurückblickt“, so Waldinger. Er bezeichnete als schwierig, das jetzige Niveau zu halten. Die Kunst besteht darin, auch in schwierigeren Zeiten die Mitglieder zu bewegen. Sein besonderes Lob und der Dank ging an seine Vortandschaft, insbesondere an Xaver Schneider und Martin Schlagbauer. Beide sind seit 34 Jahren seit der Standartenweihe aktiv dabei.

Schneider verlas das Protokoll seit dem 139. Jahrestag im Januar. Den Kassenbericht trug Martin Schlagbauer vor. Er erzählte von den Anfängen mit der Standartenweihe vor 34 Jahren. Als er die Kasse damals übernahm, startete er mit einem negativen Kassenstand. Pfarrer Hundsdorfer erlies die Gebühr für die Messe und somit startete seine Kassenführung mit Null. Der Antrag auf Entlastung wurde von Anton Hacker gestellt und einstimmig angenommen.Die Mitgliedsbeiträge in Höhe von drei Euro bleiben bestehen. Beim Tagesordnungspunkt Neuwahlen äußerte sich Waldinger, dass er das Führungsamt in vier Jahren in jüngere Hände legen möchte und daher in vier Jahren nicht mehr als Vorsitzender kandidiert.

Als Wahlleiter fungierte Bürgermeister Alfred Paulus. „Christliche Werte und Tradition sollen auch weiterhin als Leitlinie für die Mitglieder des Vereins stehen“, so Paulus. Er freue sich alljährlich auf den Bauernjahrtag. Der Tag ist von Vormittag bis zum Abend gut durchorganisiert. Es ist wichtig, dass die Leute in der Gemeinde zusammenkommen und miteinander reden. In den Ämtern wurden Alfons Waldinger als Vorsitzender, Michael Hofmayer als sein Stellvertreter, Xaver Schneider als Schriftführer und Martin Schlagbauer als Kassier bestätigt. Bei den Beisitzern gab es leichte Änderungen. So wurden Christian Spenger, Thomas Redl, Michael Straßburger, Michaela Weigl und Anna Batz bestätigt. Neu als Beisitzer wurden Alfons Pfaller, Xaver Hofmayer und Martin Schneider gewählt. Nicht mehr dabei ist Hubert Mayer. Als Kassenprüfer sind weiterhin Anton Hacker und Anton Schlagbauer tätig.

Paulus beglückwünschte die Gewählten. Waldiger bedankte sich bei allen Mitgliedern, die sich engagieren. Wie er sagte, soll für die Standarte ein neues Trauerband angeschafft werden.

Foto: Der neu gewählte Vorstand des Christlichen Bauern- und Arbeitervereins Offendorf. Die beiden Vorsitzenden Alfons Waldinger (rechts) und Michael Hofmayer (links) halten die alte Motivtafel des Vereins.