Ferienprogramm-2017- Jäger

Mit den Jägern dahin, wo Fuchs und Hase wohnen

(fj) Wie schon in den Vorjahren zählt der Beitrag der Mindelstettener Jäger zum Schluss des Ferienprogramms der Gemeinde zu den Höhepunkten. Einen Tag mit den Jägern im Wald zu verbringen ist für die Kinder immer eine spannende Sache. Auf dem Anhänger hinter dem MB Trac von Jagdpächter Gerhard Forster ging es unter Hurra in den Gemeindewald. Dahin, wo auch der Kindergarten sein Walddomizil eingerichtet hat. Dort wurden die 34 Kinder bereits von den Jägerkollegen des Revierpächters erwartet. Mit großer Sorgfalt hatten die Waidmänner diesen Tag mit den Kindern vorbereitet und zu mehreren Themenbereichen Stände aufgebaut. An diesen konnten die Kinder viel über die Bewohner des Waldes und die Aufgabe der Jäger erfahren konnten.

Anschaulich und interessant wie ein guter Lehrer erzählte Gerd Schießl, ein erfahrener Jäger, den Kindern was es im Wald zu sehen und zu erleben gibt. Welche Tiere in unseren Wäldern und Fluren heimisch sind und wie und wovon sie sich ernähren. Wie diese Tiere in der Jägersprache heißen und wann deren Jungtiere zur Welt kommen. Wie sich diese Bewohner von Feld und Wald in den verschiedenen Jahreszeiten verhalten. Alle diese Fragen konnte er den Kindern anhand von entsprechenden Schautafeln zeigen und leicht verständlich erklären. Was riecht den da so, lautete die Frage beim Geruchs Memory am Stand von Jäger Georg Schöffmann. In zehn Boxen hatte er typische in der Natur vorkommende Gerüche versteckt, die erkannt und den entsprechenden Mustern zugeordnet werden mussten. Stephan Schweiger unterhielt seine interessierten Gäste mit einem Fuchs- und Hase Spiel und Gerhard Forster zeigte dem Nachwuchs den Umgang mit Pfeil und Bogen. Unter seiner Anleitung galt es an einem Strohballen befestigte Luftballons zu treffen.

Höhepunkt des Nachmittags aber war die Anwesenheit des Falkners Heinz Mader aus Neuburg. Er hatte neben seinen zwei Vorstehhunden auch einen Falken mitgebracht, der als Star des Nachmittags das Interesse aller auf sich zog. Der Umgang mit diesem fliegenden Jagdgehilfen ist nicht einfach, er verlangt viel Erfahrung, Können und Verantwortung. Spannend erzählte er seinen aufmerksamen Zuhörern alles über die Haltung und Erziehung dieser stolzen Vögel. Mit großem Interesse konnten die Anwesenden auch eine kurze Flugvorführung des Falken und den praktischen Einsatz seiner beiden Vorstehhunde erleben. Zum Schluss durften die Mutigen den Lederhandschuh anziehen und den Falken auf ihrem Arm tragen. Dass, nach so einem so interessanten und erlebnisreichen Nachmittag eine Brotzeit, die von den Jägern gestiftet wurde, gut schmeckt ist nicht verwunderlich.

Fotos:

Gespannt verfolgten alle die Erklärungen des Falkners. Am Ende des interessanten Nachmittags versammelten sich alle zu einem Gruppenfoto.