Jahreshauptversammlung Feuerwehr Hiendorf

Feuerwehr Hiendorf – Führung im Amt bestätigt

(fj) Es ist nicht einfach in einem Ort wie Hiendorf mit 200 Einwohnern eine denn heutigen Anforderungen genügende, leistungsfähige Feuerwehr zu erhalten. Obwohl diese der einzige Verein im Dorf ist, kommt es seit Jahren immer wieder zu Personalproblemen. Besonders wenn, es darum geht aktive zu rekrutieren und zahlenmäßig ausreichende Gruppen für Übungen und Einsätze aufzustellen zeigen sich diese Grenzen auf. Deshalb ist der Zusammenhalt und die Kameradschaft in einer solchen Wehr besonders wichtig. Hier sind Vorsitzender und Kommandant besonders gefordert, stellte der Vorsitzende zu Beginn der Versammlung fest, zu der er neben 26 Mitgliedern auch Bürgermeister Alfred Paulus und seine beiden Stellvertreter Jakob Lang und Stephan Wibmer begrüßen konnte. Bernhard Dintner, der im Januar 2011 mit damals gerade einmal 22 Jahren, nach einer schwierigen Zeit, als jüngster zum Vorsitzenden gewählt wurde hat sich zwischenzeitlich gut eingearbeitet und die Anerkennung und den Respekt seiner Kameraden erworben. Das zeigt sich vor allem in den Aktivitäten von denen er in seinem Jahresrückblick berichten konnte. So beteiligte man sich 2016 am gemeinsamen Ball der Feuerwehren, besuchte den Bauernjahrtag mit einer Fahnenabordnung und überbrachte Glückwünsche zu runden Geburtstagen an Adolf Riegler und Bürgermeister Alfred Paulus. Man organisierte das Maibaumaufstellen mit dem dazugehörenden Fest und besuchte die Fahrzeugweihe bei der Nachbarwehr in Hüttenhausen. Im Juni wurde das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Forchheim besucht und am Fest Peter und Paul der Dorfkirta gefeiert. Am Anna Schäffer Tag war man mit einer starken Truppe in Mindelstetten im Einsatz. Im August wurde das alljährliche Dorffest ausgerichtet, im Oktober am Markteinzug in Mindelstetten teilgenommen und der Markt besucht. Weiter beteiligte man sich mit einer Fahnenabordnung am Volkstrauertag und veranstaltete zur Aufbesserung der Vereinskasse im Dezember eine Christbaumversteigerung. Mit Johann Maier und Anton Riepel mussten auch zwei Kameraden auf ihrem letzten Weg begleitet werden.

Nicht so einfach hatte es Christian Gaul, der 1. Kommandant, mit seinem Bericht der den Übergang von der Feierwehr zur Feuerwehr zu bewältigen hatte. Er berichtete, dass im Jahr 2016 21 Mann aktiven Feuerwehrdienst leiteten. Der Nachwuchs bestand am Anfang des Jahres aus drei Jugendlichen, von denen Theresa Waltl nach ihrem 18. Geburtstag als erste Frau in die aktive Mannschaft aufrückte. Im Jahresverlauf wurden zwölf Übungen abgehalten, die im Durchschnitt von sechs Frauen/ Männern besucht wurden. Damit wurden insgesamt 115 Übungsstunden abgeleistet. Als Kommandant habe ich drei Kommandanten Versammlungen, sowie die Frühjahrs- und Herbst Dienstversammlung besucht. Im März fand die alle drei Jahre fällige Inspektion der gemeindlichen Feuerwehren statt, zu der wir auch KBR Lackner und KBI Sammiller begrüßen konnten. Dabei fand eine gemeinsame Übung am Anwesen Hegenberger statt, die wir organisieren durften. Die sich anschließende Manöverkritik fiel positiv aus. Am Anna Schäffer Tag unterstützten wir die Mindelstettener Wehr mit 15 Mann, bei der uns die bereits im Feuerwehr Ruhestand befindlichen Kameraden dankbare Hilfe leisteten. Anfang Oktober waren wir an zwei Tagen mit 13 Mann beim Brand einer Lagerhalle in Mindelstetten im Einsatz. Dann trafen wir uns mit KBM Franz Waltl zur Ausarbeitung des Feuerwehr-Bedarfsplans. Dieser ergab, dass zur Erreichung der Sollstärke bei Einsätzen die drei Wehren der Gemeinde zusammen alarmiert werden. Dazu sind aber gemeinsame Übungen notwendig um den Umgang mit den Kameraden und den Geräten zu lernen. Mit der Bitte um weitere Unterstützung und Worten des Dankes schloss er seine Ausführungen.

Bürgermeister Paulus nutzte ebenfalls die Gelegenheit sich bei allen die für die Allgemeinheit ehrenamtlich Dienst leisten zu bedanken. Auf die Frage nach der Nutzung von Räumen im Feuerwehrhaus für private Feiern antwortete er mit einem klaren, unmissverständlichen „Nein“. „Ihr habt noch ein Wirtshaus, da könnt ihr hingehen“. Auch zum Feuerwehr-Bedarfsplan und den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten nahm er Stellung, ehe er und seine beiden Stellvertreter die Abwicklung der anstehenden Wahl übernahmen.

Die gut vorbereitete Wahl ergab folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender Bernhard Dintner, 2. Vorsitzender Andreas Forstner, Kassier Markus Grillmayer, Schriftführer Michael Grillmayer, Gerätewart Thomas Leibhard.

Beisitzer: Michael Forstner, Johannes Dumler, Herbert Gaul und Gerhard Forster.

Kassenprüfer: Erich Zimmermann jun. Josef Leibhard.