Jagdgenossen verlängern Vertrag mit ihren Jägern

Zur Jahresversammlung trafen sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft des Gemeinschaftsjagdreviers Mindelstetten, Imbath und Grashausen beim Wirt in Imbath. Dazu konnte Jagdvorsteher Manfred Betz 25 stimmberechtigte Jagdgenossen, die Jagdpächter Gerhard Forster, Georg Schöffmann junior. und Stephan Schweiger, sowie Bürgermeister Alfred Paulus in seiner Eigenschaft auch als Jagdgenosse sowie Vize Bürgermeister Jakob Lang begrüßen. Nach der Bekanntgabe der Tagesordnung stellte Betz, wegen der Wichtigkeit der zu behandelnden Themen fest, dass die Einladung Form- und Frist gerecht und auch in der örtlichen Presse erfolgt sei. Zunächst aber trug Karl Lindl, der Schriftführer, das Protokoll der letztjährigen Jahresversammlung vor um es von der Versammlung genehmigen zu lassen. Nach einem kurzen Gedenken an das im vergangenen Jahr verstorbene Mitglied Georg Hengl berichtete Betz, dass die seit längerem angestrebte Revier Grenzbegehung im Jagdbogen Nord zusammen mit dem Jagdpächter Gerhard Forster stattfand. Die sehr gut vorbereitete Begehung zeigte den leider wenigen Teilnehmern die von vielen nicht gekannte Reviergrenze im Westen und Norden auf. Aber auch in der Pflege der Feldwege war man wieder aktiv. So wurde der Weg in die Hollerstube und der Weg zum Funkturm durch den Einbau von 930 Tonnen Schotter in einen ordentlichen Zustand gebracht. Von dem in Auftrag gegebenen Verbissgutachten konnten von vier Aufnahmestellen nur drei begutachtet werden, weil eine in einer eingezäunten Anpflanzung lag. Das Ergebnis war gut, so der Jagdvorsteher. Anlass zu Diskussionen unter Jägern und Jagdgenossen geben neben den sich sehr stark ausweitenden Hopfenanlagen und deren Einzäunungen, auch die in den Wäldern zum Schutz von Anpflanzungen aufgestellten Zäune. Diese sind nach Aussage des Försters sogar genehmigungspflichtig. Hier soll zwischen den Beteiligten eine einvernehmliche Lösung durch Entfernung, oder zeitliche Begrenzung der Aufstellung angestrebt werden. Die Berichte der Kassenverwalter der getrennt geführten Kassen von Mindelstetten/Grashausen und Imbath ergaben, dass die Kassen ordentlich geführt werden und trotz Wegebau Maßnahmen einen beruhigen den Stand aufweisen. Die Jagdpachteinnahmen sollen nach einstimmigem Beschluss auch weiterhin für den Wegebau verwendet werden. Einsprüche dagegen sind innerhalb von vier Wochen beim Jagdvorsteher zu melden. Der eingerichtete Holzlagerplatz wurde gut angenommen. Betz erinnerte daran diesen sauber zu halten und die Abstände zwischen den Poldern wegen der Platzausnutzung einzuhalten. Auch im laufenden Jahr steht der Wegebau wieder auf der Agenda. So soll der seit ewiger Zeit diskutierte Lobsinger Weg in Angriff genommen werden.

Bürgermeister Alfred Paulus berichtete, dass die Straße nach Grashausen heuer ausgebaut wird. Dabei soll auch die Trassenführung verbessert werden. Die dafür notwendigen Grundstücksangelegenheiten konnten bereits geklärt werden. Dabei wird auch die Telekom den bisherigen Telefonanschluss von Grashausen als Erdverkabelung ausführen und damit die Störungsanfälligkeit verbessern. Weiter wird die Gemeinde 19000 m² Ausgleichsfläche für die Baugebiete schaffen und diese der Natur zurückgeben. Dem Ansinnen, das Grundstück in der Ortsmitte neben dem gemeindlichen Kirchenparkplatz als Holzlagerplatz für Scheitholz zur Verfügung zu stellen lehnte der Bürgermeister konsequent ab.

Als nächster sehr wichtiger Punkt stand die Neuverpachtung, oder Verlängerung der Jagdpacht auf der Tagesordnung. Am 01.04.2019 endet die jetzige Jagdperiode. Aus diesem Grund haben sich die bisherigen Jagdpächter um die Verlängerung ihrer Verträge beworben. Das im Verlauf der bisherigen Laufzeit in einen Jagdbogen Süd und einen Jagdbogen Nord aufgeteilte Gemeinschaftsjagdrevier hat sich durch die Nutzung der Flächen unterschiedlich entwickelt. Das führte dazu, dass sich die jeweiligen Pächter veranlasst sahen unterschiedliche Angebote abzugeben. Während sich Gerhard Forster, der Pächter des Jagdbogens Nord um die Verlängerung auf weitere neun Jahre zu den bisherigen Bedingungen bewarb, strebten Georg Schöffmann junior und Stephan Schweiger, die Pächter des Jagdbogens Süd eine Reduzierung der bisherigen Pacht an. Einstimmig bewilligten die anwesenden Jagdgenossen die Verlängerung des Pachtvertrages mit Gerhard Forster zu den bisherigen Bedingungen, während sich nicht alle Jagdgenossen mit der Minderung um 400 Euro jährlich beim Jagdbogen Süd abfinden wollten. Trotzdem stimmten vierzehn Jagdgenossen mit einer Fläche von 304 Hektar für eine Verlängerung zu den geänderten Bedingungen, während elf Jagdgenossen mit einer Fläche von 166 Hektar gegen eine Änderung des Pachtschilling waren.

Dabei gehen die Pächter davon aus, dass die Einzäunungen von Flächen wie versprochen reduziert werden. Darüber hinaus wurden auch eine Änderung bei der Regulierung von Wildschäden, sowie der Meldung von Schäden, die binnen zehn Tagen an die Gemeinde zu richten sind und der Bezahlung von Schätzern vereinbart.

Foto: v.l. Jagdvorsteher Manfred Betz, Georg Schöffmann, Stephan Schweiger, Gerhard Forster, Bgm. Alfred Paulus