Hubertusmesse-2017

Jägerschaft trifft sich zu feierlicher Hubertusmesse

(fj) Zu einem feierlichen Gottesdienst versammelte sich die Jägerschaft in der Mindelstettener Pfarrkirche. Anlass der Zusammenkunft war der Namenstag des hl. Hubertus, der alljährlich am 3. November gefeiert wird. Um diese Zeit gedenken die Jäger ihres Schutzpatrons. Dabei zeigen sie sich dankbar für ein erfolgreiches und unfallfreies Jahr, das sie bei der Ausübung der Jagd in Wald und Flur erleben durften. Pfarrer Johann Bauer kam bei der Einführung in den Gottesdienst darauf zu sprechen. Er erinnerte an den Lebenslauf des Heiligen Hubertus, der Bischof in Maastricht und Lüttich war und nach einem sehr bewegten Vorleben der Legende nach, durch ein besonderes Jagderlebnis zum Glauben fand.

Nach dem Tode seiner Frau lebte er sieben Jahre lang als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd. In dieser Zeit war es auch als ihm an einem Karfreitag ein mächtiger Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih erschien, wie die Legende erzählt. Dieses Erlebnis war der Grund für seine Bekehrung. Er machte sich als Pilger auf den Weg nach Rom, wo er sich nach dem Besuch der sieben Pilgerkirchen Roms zum Priester weihen ließ. Nach seiner Rückkehr wirkte er als Glaubensbote in Brabant und in den Ardennen. Später wurde er Bischof von Tongern-Maastricht, wo er wie berichtet wird, milde und umsichtig wirkte. In der Folge erfuhr die Verehrung von Hubertus eine starke Verbreitung. Man wandte sich um Fürsprache in vielen Krankheiten und Beschwerden, vor allem auch bei Haustieren an ihn. Diese Lebensgeschichte war es auch, warum die Jägerschaft den Heiligen Hubertus als ihren Patron verehrt.

Pfarrer Johann Bauer, der sich über eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche freuen durfte konnte neben der Jägerschaft, ihren Angehörigen und Freunden auch die Jagdhornbläser des Jägervereins Schambachtal zum Gottesdienst willkommen heißen. Ihr Auftritt war es, der die Hubertusmesse zu einem Festgottesdienst machte. Am Ende des Gottesdienstes fand Pfarrer Bauer anerkennende Worte für die Jägerschaft. Er lobte ihren verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und der Tätigkeit des Hegens und Pflegens. Dann wünschte er ihnen zur Ausübung ihres Waidwerks eine ruhige Hand zum rechten Zeitpunkt, ehe nach dem Schlusssegen gemeinsam das von den Jagdhornbläsern begleitete „Großer Gott wir loben Dich“ angestimmt wurde.

Foto: Die Stufen zum Altar waren dem Anlass entsprechend jagdlich dekoriert.