Jäger und Jagdgenossen gemeinsam in der Flur unterwegs

Für ein gedeihliches Miteinander ist es wichtig den Kontakt zueinander zu pflegen, Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten rechtzeitig zu klären und nicht zu warten, bis sie sich zu Problemen entwickelt haben. Das haben sich die Mindelstettener Jagdpächter auf ihr Panier geschrieben. Deshalb laden sie die Jagdgenossen immer wieder ein sich zusammen mit ihnen im Revier zu treffen. Diesmal haben Stephan Schweiger und Georg Schöffmann jun., die Pächter des südlichen Jagdbogens zusammen mit den Jägern Thomas Schmalzl sowie Gerd Schießl und Gerhard Forster, dem Pächter des nördlichen Jagdbogens die Jagdgenossen zu einer Grenzbegehung eingeladen. Auf so einem mehr als sechs Kilometer langem, dreistündigen Marsch durch Wald und Flur an der auch Vize Bürgermeister Jakob Lang teilnahm, lernen Jäger und Jagdgenossen einmal sich gegenseitig besser kennen und erfahren darüber hinaus viele Dinge auf die man sonst nicht, oder nur wenig achtet, die ein Jäger aber aus einem anderen Blickwinkel sieht. Auch der Grenzverlauf eines Jagdbogens der ja in der Natur nicht als rote Linie erscheint wird den Beteiligten bei so einer Begehung praktisch und anschaulich in Erinnerung gebracht. In persönlichen Gesprächen miteinander besteht dabei auch die Möglichkeit die Sicht der anderen Seite besser kennen zu lernen und Verständnis für die Situation des Anderen zu erwecken. Das Ziel einer solchen Wanderung durch die Fluren ist erreicht, so Jäger und Landwirte übereinstimmend, wenn man bei der Erkenntnis angelangt ist, dass Landwirt und Wild das Recht haben in der gleichen Flur zu leben. Dazwischen ist der Jäger, der im Ernstfall für den Erhalt des Gleichgewichts zu sorgen hat. Diese Erkenntnis schienen alle Teilnehmer zu akzeptieren, ehe sie sich im Revier von Gerhard Forster am Waldspielplatz des Kindergartens zur Abschlussrunde bei Kaffee und Kuchen noch einmal zusammen setzten.