Hebauffeier! Das Haus für die Bürgerinnen und Bürger wächst zügig

Die Zeit von der Geburt der Idee ein Gemeindezentrum zu errichten bis hin zur Umsetzung war erfreulich kurz, sie hat nur wenige Jahre gedauert, so Bürgermeister Alfred Paulus bei der Hebauffeier am vergangenen Donnerstag, zu der er Pfarrer Johann Bauer, Frau Emilie Mayer, Altbürgermeister Emmeram Batz, seine Bürgermeisterkollegen Bernhard Sammiller und Josef Lohr, Kreisrat Josef Kundler, Architekt Werner Steib, Bauunternehmer Reiner Böck und seinen Bauleiter David Berger mit seiner Mannschaft, Zimmerermeister Gerhard Forster und seine Zimmerleuten sowie nahezu vierhundert Gemeindebürgerinnen und Bürger, darunter auch die Vereinsbahnhof Musikanten aus Offendorf, die anschließend die Gäste in der Markthalle unterhielten auf der Baustelle willkommen heißen konnte. Viel haben wir in relativ kurzer Zeit erreicht um in unserer Gemeinde ein Zentrum für unsere Bürgerinnen Bürger zu schaffen. Angefangen von der wichtigen Nahversorgung mit Arztpraxis, Bäckerei und Metzgerei bis hin zur Gemeindeverwaltung und Bücherei mit den notwendigen Räumlichkeiten sowie einem Bürgersaal für öffentliche Veranstaltungen werden wir in diesem Haus künftig alles finden. Dabei kam uns auch das Glück zu Hilfe, wofür wir sehr dankbar sind. Allen voran danken wir Emilie Mayer, für die Überlassung des Grundstücks an dieser Stelle, die uns die Umsetzung unseres Vorhabens erst ermöglichte. Eine glückliche Hand hatten wir auch bei der Auswahl des Architekten mit Werner Steib, der die Maßnahme mit Schwung und Elan vorangetrieben hat und uns bei der Planung und der Erlangung von Zuschüssen aus dem ELER Programm tatkräftig unterstützte. Glücklich sind wir auch darüber, dass wir den Auftrag für die Rohbauarbeiten an den Baumeister Reiner Böck aus Gaimersheim, der bereits unsere Grundschule baute, vergeben konnten. Sein Team, mit David Berger als Bauleiter hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Fünfzehn Samstage opferten er und seine Mannschaft um das schöne Wetter zu nutzen und die Arbeiten schon Wochen vor dem geplanten Termin abliefern zu können. Gerhard Forster, der Zimmerermeister und seine Zimmerleute hatten den Baufortschritt eifrig verfolgt und alle Vorbereitungen getroffen, so dass ohne Verzögerung der Dachstuhl aufgesetzt werden konnte. Dieses Meisterwerk, bei dem 34,5 Kubikmeter Holz verarbeitet wurden, darunter ein 18,5 Meter langer, 3,5 Tonnen schwerer Leimholz Firstbalken über dem Bürgersaal verdient besonders erwähnt zu werden. Auch Werner Steib, der Architekt lobte den Fleiß und die gute Arbeit der Handwerker. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und versprach mitzuhelfen, dass das Bauwerk in den nächsten Wochen Winterdicht gemacht werden und so die Voraussetzung für die Arbeit der nachfolgenden Handwerker geschaffen werden kann. Glückauf und Gottes Segen wünschte er anschließend dem Bau für den weiteren Verlauf. Jetzt war es so weit, dass der kleine Max, Sohn des Zimmerermeisters den Firstbaum an der höchsten Stelle anbringen und sein Vater den Richtspruch verkünden durfte, der wie folgt endete: „Der Herrgott soll das Haus beschützen, vor Wasserschäden, Sturm und Blitzen und was ihm sonst noch schaden kann, so wünsch ich es als Zimmermann“. Dann forderte er alle Anwesenden auf gemeinsam, wie es bei solchen Anlässen Brauch ist, ein Vaterunser zu beten. Jetzt war es Zeit diesen Anlass gebührend zu feiern. Dazu lud der Bürgermeister alle Anwesenden in die Markthalle ein. Dort gab es Freibier, Getränke, Leberkäs und Semmeln für alle, die großzügig vom Nordbräu, sowie der Metzgerei Streitberger und der Bäckerei Dussmann, die später in dieses Haus einziehen werden, gespendet wurden. Damit aus diesem Nachmittag nicht nur ein offizieller, sondern auch ein gemütlicher Nachmittag wurde, dafür sorgte Xaver Hofmayer mit seinen Musikanten und Sängern, die mit ihrem heimatlichen Liedgut und sogar mit einem eigens zu diesem Anlass gedichteten Text für familiäre Stimmung sorgten.

 Foto: v. l. Stephan Wibmer, Alfred Paulus, Ho.Kö. Franziska Feigl, Gerhard Forster, Werner Steib, David Berger, Ho. Kö. Daniela Waltinger, Jakob Lang. Vorne kniend Max Forster