Gute Stimmung bei der Feuerwehr Mindelstetten

Jugend rückt nach – 13 Alarmierungen im vergangenen Jahr. Wie seit Jahren versammelten sich die Mitglieder der Mindelstettener Feuerwehr vor der Jahresversammlung zum gemeinsamen Gottesdienstbesuch in der Pfarrkirche bei dem der im vergangenen Jahr gestorbenen Mitglieder gedacht wurde. Anschließend trafen sich alle im Gasthaus zur Post zur Jahresversammlung. Thomas Bortenhauser, der erste Vorsitzende konnte dort eine nahezu volle Gaststube, mit erfreulich vielen jungen aktiven begrüßen. Unter den Gästen waren auch der Ehrenvorsitzende Max Förstl, Bürgermeister Alfred Paulus, sein Stellvertreter Jakob Lang und Kreisrat Josef Kundler, die er besonders herzlich willkommen hieß.

Eingangs berichtete er, dass es bei der Zahl der Mitglieder wenig Bewegung gebe. Derzeit hat die Feuerwehr 266 Mitglieder, von den 45 aus Altersgründen beitragsfrei sind. Die Aussicht auf eine Besserung durch Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr aber sei sehr gut. Als einer, wenn nicht der wichtigste Verein im Dorf ist man natürlich bemüht wo es geht präsent zu sein. So nimmt die Feuerwehr an allen gemeindlichen und kirchlichen Festen und Veranstaltungen teil und übernimmt dort wichtige Aufgaben, wie Aufbau- und Sicherheitsdienste bei kirchlichen Veranstaltungen. Auch um die Jugend kümmert man sich seit Jahren intensiv. Jedes Jahr beteiligt sich die Wehr mit einer Veranstaltung am Ferienprogramm der Gemeinde. Die Pflege der Kameradschaft und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen kommt ebenfalls nicht zu kurz. So feiert man kleine Feste, wie das Sommerfest oder den Jahresabschluss, unternimmt einen Vereinsausflug und trifft sich auch sonst in geselliger Runde wo sich eine Gelegenheit ergibt. Neben ihrer eigentlichen Aufgabe war die Feuerwehr im abgelaufenen Jahr 35 Mal aktiv unterwegs, so bei Veranstaltungen anderer Vereine, bei Beerdigungen, Besuchen zu runden Geburtstagen, beim Ferienprogramm der Gemeinde, beim Anna Schäffer Gebetstag und beim 40-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Johann Bauer als besonderem Ereignis.

Auch Michael Golda, der Kassenverwalter konnte von einem zufriedenstellenden Jahr berichten. Kassenprüfer Jakob Lang bestätige dies, worauf auf seien Antrag hin, die Versammlung der Vereinsführung einstimmig Entlastung erteilte. Bürgermeister Alfred Paulus zeigte sich bei seinem Grußwort ebenfalls zufrieden. Er nutzte die Gelegenheit sich bei seiner Feuerwehr zu bedanken und die drei gemeindlichen Wehren für ihre gute Zusammenarbeit bei der angestrebten Ausrückegemeinschaft zu loben.

Kommandant Peter Mödl berichte anschließend, dass seine Mannschaft derzeit über eine Dienstantrittsstärke von 53 Mann verfügt, davon sind 26 ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Nach 13 Alarmierungen musste man zu Einsätzen ausrücken. Schwere Fälle waren außer dem Brand der Kirche in Steinsdorf zum Glück dieses Jahr nicht darunter. Erfreulich ist, dass Magdalena Förstl, Michelle Mödl, Ann-Cathrin Forster, Enrico Kortmann und Jonathan Bast von der Jugendfeuerwehr in den Ausrückdienst übernommen werden konnten.

Auf dem Übungsplan standen 2017 fünfzig Übungen bei denen der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit der drei gemeindlichen Wehren im Hinblick auf die angestrebte ausrücke Gemeinschaft lag. Auch die 26 Atemschutzträger absolvierten ihre Pflichttermine in der Atemschutzübungsanlage des Landkreises. Drei Einheiten mit 17 Mann legten die Leistungsprüfung „im Löscheinsatz“ erfolgreich ab. Daneben kam auch die externe Aus und Weiterbildung nicht zu kurz. So besuchte Maximilian Rottenkolber einen Lehrgang zur Wärmebildkamerahandhabung im Innenangriff, Roland Fürnrieder einen Lehrgang zum Feuerwehrausbilder, Christoph Oblinger einen Lehrgang in technischer Hilfeleistung, Sebastian Bortenhauser einen solchen als Gerätewart und Tobias Fürnrieder als Gruppenführer. Der Gemeinderat hat lt.

Bürgermeister Paulus 2017 die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs TSF-W beschlossen, das nach Aussage von Kommandant Mödl im Oktober dieses Jahres ausgeliefert werden soll. Darüber hinaus werden 2018 die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Werbung aktiver Mitglieder forciert, so Mödl. Jugendwart Maximilian Rottenkolber konnte berichten, dass auch seine Abteilung floriert. Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 16 Feuerwehranwärter.

Davon sind 9 weiblich und 7 männlich. Rottenkolber hofft, dass diese durch die Übernahme von fünf Anwärtern in die aktive Wehr entstandenen Situation, sich durch Neurekrutierungen bald wieder ausgleichen lässt. Ansonsten aber ist der Nachwuchs eine quirlige Klicke, die sich jeden Montag im Feuerwehrhaus trifft. Dabei kommt aber auch der Spaß wie Pizza Essen und andere gemeinsame Unternehmungen nicht zu kurz. Thomas Bortenhauser erinnerte am Ende noch einmal an das 140-jährige Gründungsjubiläum vom 20. bis 24. Mai 2020 und bat alle um Mithilfe bei den Vorbereitungen. Dabei kam er auf die immer enger werdende Finanzdecke zu sprechen, die eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge in nächster Zeit notwendig macht. Die Versammlung zeigte dafür Verständnis und beschloss ohne Gegenstimme den Beitrag ab sofort von 7,00 Euro auf 10 Euro jährlich anzuheben.

Foto: Neu in den aktiven ausrücke Dienst aufgestiegen sind:

vorne v. l. Magdalena Förstl, Enrico Kortmann, Michelle Mödl und Ann-Cathrin Forster