Gemeinsame Feuerwehrübungen

Gemeinsame Übungen der Feuerwehren

Ziel ist gleicher Ausbildungsstand für die drei gemeindlichen Wehren

(fj) Der Feuerwehrbedarfsplan, den Kreisbrandinspektor Franz Waltl für die drei gemeindlichen Feuerwehren, zusammen mit den dafür Verantwortlichen erstellt hat, wurde vom Gemeinderat gebilligt und ist in der Praxis bereits in der Umsetzungsphase. Bekanntlich haben kleinere Wehren während des Tages durch die Abwesenheit ihrer Aktiven die einer auswärtigen Arbeit nachgehen, oder als Schichtarbeiter tätig sind, Probleme ihre Fahrzeuge zu besetzen und mit kompletten Gruppen auszurücken. Deshalb wurde im Feuerwehr Bedarfsplan vorgeschlagen eine Ausrückgemeinschaft der gemeindlichen Wehren zu bilden. Dieser Vorschlag wurde von allen Beteiligten als Lösung für die Bewältigung der Anforderungen in der Zukunft akzeptiert und dessen Umsetzung beschlossen. Unter der Leitung der Kommandanten Peter Mödl, Erwin Spenger und Christian Gaul sollen alle Aktiven in vier Ausbildungsblöcken auf einen Ausbildungsstand gebracht werden, der jedem ermöglicht auch mit der Gerätschaft der anderen Wehr im Einsatz umzugehen. Begonnen wurde bereits im Frühjahr mit dem Ausbildungsblock „Wasserförderung und Brandbekämpfung“, der erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Derzeit beschäftigt man sich mit dem Thema „Technische Hilfeleistung“. Dabei spielt die Ausrüstung der Stützpunktfeuerwehr Mindelstetten, die über das dazu notwendige technische Gerät verfügt, die entscheidende Rolle. Die Aktiven der Wehren aus Offendorf und Hiendorf sollen hier ebenfalls in die richtige Handhabung eingewiesen und im vorschriftsmäßigen Gebrauch dieser Gerätschaft im Ernstfall ausgebildet werden. Der nächste Block umfasst den Bereich „Retten aus Höhen und Tiefen“. Der vierte Ausbildungsblock, den man Ende Oktober abschließen will, endet mit einer gemeinsamen Übung bei der das Erlernte bei einem Wehrübergreifenden praktischen Einsatz getestet werden soll. Wichtigstes Ziel dieser gemeinsamen Übungen ist den drei Feuerwehren der Gemeinde einen gleichen Ausbildungsstand an der unterschiedlichen Ausrüstung der Wehren angedeihen zu lassen. Im Ernstfall soll damit erreicht werden, dass bei einem Einsatz zu einer ungünstigen Tageszeit eine leistungsfähige, kompetente Truppe am Brand- oder Unfallort erscheint. Die neben Kommandant Peter Mödl mit der Durchführung der Übungen betrauten Ausbilder Christian Schäffer, Thomas Bortenhauser und Roland Fürnrieder zeigten sich ausgesprochen erfreut über das große Interesse ihrer Kollegen aus den Nachbarwehren. Nach Abschluss dieser Heranführung an einen gleichen Ausbildungsstand, der das Ausrücken und den effektiven gemeinsamen Einsatz einer Mannschaft aus verschiedenen Wehren möglich macht, soll die Leitstelle davon unterrichtet werden, dass im Ernstfall stets die drei gemeindlichen Feuerwehren alarmiert werden.

Foto: Großes Interesse besteht bei der Ausbildung an technischem Gerät im Einsatz bei Verkehrsunfällen.