Erfolgreiches Jahr für die Feuerwehr Mindelstetten

Nach dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch, bei dem man der gestorbenen Mitglieder gedachte, versammelten sich die Mitglieder der Feuerwehr Mindelstetten in der Pizzeria Il Ritrovo zur Jahresversammlung. Dort konnte Thomas Bortenhauser, der Vorsitzende, in der bis auf den letzten Platz gefüllten Gaststube neben den Aktiven und Mitgliedern der Feuerwehr auch Bürgermeister Alfred Paulus und seine beiden Stellvertreter Jakob Lang und Stephan Wibmer, mehrere Gemeinderäte und auch Kreisrat Josef Kundler und vor Allem den Nachwuchs willkommen heißen. Nach der Bekanntgabe der Tagesordnung bat der die Anwesenden sich zum Gedenken an die seit der vergangenen Jahresversammlung gestorbenen Mitglieder von den Plätzen zu erheben. Es sind dies Siegfried Scholz, Johann Schmidtner, Josef Jokl, Josef Leierer und Ludwig Kraus. Eine erhebliche Veränderung in der Zahl der Mitglieder ist nicht festzustellen. Derzeit hat die Wehr 221 beitragszahlende Mitglieder, von denen 75 eine Uniform besitzen. Bemerkbar machen sich aber die geburtenschwachen Jahre bei der Rekrutierung des Nachwuchses. Als wohl wichtigste Verein im Dorf ist man natürlich bemüht wo es geht präsent zu sein, den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit zu geben und da zu sein wenn ein Einsatz notwendig ist und Hilfe gebraucht wird. So nimmt die Feuerwehr an allen Gemeindlichen und kirchlichen Festen und Veranstaltungen teil und übernimmt dort wichtige Aufgaben, wie Aufbau- und Sicherheitsdienste bei kirchlichen Veranstaltungen. Auch um die Jugend kümmert man sich intensiv. Jedes Jahr beteiligt sich die Feuerwehr mit einer Veranstaltung am Ferienprogramm der Gemeinde. Die Pflege der Kameradschaft und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen kommt ebenfalls nicht zu kurz. So unternahm man einen gemeinsamen Vereinsausflug nach Dachau und Andechs und traf sich auch sonst in geselliger Runde wo sich eine Gelegenheit ergab. Man besuchte Mitglieder zu hohen Geburtstagen und begleitete gestorbene Mitglieder auf ihrem letzten Weg. Ein ganz besonderes Ereignis war 2018 die Bezirkswallfahrt der Schützen aus ganz Oberbayern nach Mindelstetten mit rund eintausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die den Schützenverein als Gastgeber und die Feuerwehr als unentbehrliche Helferin stark gefordert hat. Für diesen gelungenen Einsatz erhielten beide Vereine viel Lob von höchster Stelle. Auch das neue Jahr 2019 wird die Feuerwehr wieder fordern. Neben den Pflichtaufgaben der Wehr und den alle Jahre wiederkehrenden Einsätzen und Beteiligungen in der Gemeinde steht die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges am 31. März auf dem Terminplan. Weiter die Teilnahme an der 100 Jahr Feier des Krieger und Kameradenverein Mindelstetten am 01. September Ein gemeinsamer Ausflug nach Nürnberg und Erlangen, und die Teilnahme an mehreren Jubiläen bei benachbarten Vereinen. Seinen Schatten wirft natürlich das große Fest zum 140jährigen Bestehen der Wehr im Mai 2020 voraus. Zu den für so ein Jubiläum notwendigen Vorbereitungen gehört auch das Werben um einen Patenverein. Dazu will man sich Mitte des Jahres nach Hüttenhausen begeben und bei der dortigen Feuerwehr um die Hand anhalten. Ein Schirmherr für dieses Fest ist mit Bürg3rmeister Alfred Paulus bereits gefunden.Michael Golda, der Kassenverwalter konnte von einem guten Jahr 2019 berichten. Wir waren dieses Jahr oft gefordert und haben viel gearbeitet, das hat aber auch seinen Niederschlag in der Vereinskasse gefunden, so Michl Golda. Kassenprüfer Jakob Lang konnte dies bestätigen, worauf auf seien Antrag hin, die Versammlung der Vereinsführung einstimmig Entlastung erteilte. Kommandant Peter Mödl berichte anschließend, dass seine Mannschaft derzeit über eine Dienstantrittsstärke von 53 Mann verfügt, davon sind vier Frauen und 23 ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Nach 10 Alarmierungen musste man zu Einsätzen ausrücken. Schwere Fälle waren zum Glück dieses Jahr nicht darunter. Auf dem Übungsplan standen 2018 einundvierzig Übungen bei denen der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit der drei gemeindlichen Wehren im Hinblick auf die angestrebte ausrücke Gemeinschaft lag. Auch die Atemschutzträger absolvierten ihre Pflichttermine in der Atemschutzübungsanlage des Landkreises. Drei Einheiten legten die Leistungsprüfung „im Lösch- und Hilfeleitungseinsatz“ erfolgreich ab. Daneben kam auch die externe Aus und Weiterbildung nicht zu kurz. So besuchte Maximilian Rottenkolber einen Lehrgang als Maschinist, ebenso wie Michelle Mödl, Christoph Oblinger und Michael Brandl als Atemschutzträger, Kramer Thomas Als Leiter Atemschutz, und Roland Fürnrieder als Brandschutzbeauftragter und als Ausbilder für Modulare Truppausbildung.
Jugendwart Maximilian Rottenkolber konnte berichten, dass auch seine Abteilung floriert. Die Jugendfeuerwehr konnte nach mehreren Weggängen fünf neue Mitlieder gewinnen. Ansonsten aber ist der Nachwuchs eine aktive Gruppe, die sich jeden Mittwoch um 18.30 Uhr im Feuerwehrhaus trifft. Dabei kommen neben dem ernsthaften Üben auch der Spaß und gemeinsame Unternehmungen nicht zu kurz.
Bürgermeister Alfred Paulus zeigte sich bei seinem Grußwort ebenfalls zufrieden. Er nutzte die Gelegenheit sich bei seiner Feuerwehr zu bedanken und wünsche den zum Schneeeinsatz abgeordneten Männern Glück und eine gesunde Rückkehr.