Bauern- Arbeiter und Handwerkerbund Mindelstetten feiert Jahrtag

Eigentlich fiel der Jahrtag des Christlichen Bauernbundes immer in den tiefen Winter, eine Jahreszeit also in der auf den Höfen die Arbeit auf niederen Touren lief und man sich Zeit nehmen konnte einmal ausgiebig zu feiern. Der “Bauernjahrtag“ war ein Feiertag für die ganze Pfarrei. Nachdem jetzt viele Mitglieder einer außer landwirtschaftlichen Arbeit nachgehen mussten verlor dieser Tag immer mehr an Bedeutung, so dass man sich entschloss den Bund in „Christlicher Bauern, Arbeiter und Handwerker Bund“ umzubenennen um damit die ganze Bevölkerung ansprechen und einbinden zu können. Durch den schnellen Strukturwandel in den Dörfern gelang es aber trotzdem nicht die Entwicklung aufzuhalten. Obwohl die Zahl der Mitglieder seit Jahren stabil ist sinkt die Zahl der Besucherinnen und Besucher. Dies wurde auch am vergangenen Samstag deutlich als der christliche Bauern, Arbeiter und Handwerkerbund Mindelstetten, Hiendorf, Imbath und Grashausen seinen 141. Jahrtag feierte. Wie seit Jahren lud Max Rottenkolber, der erste Vorsitzende dazu alle Mitglieder mit ihren Angehörigen, sowie Gäste aus dem öffentlichen Leben und die Vereine der Pfarrei zur Mitfeier ein. Diese nutzen gerne die Gelegenheit sich zu treffen und mit Geschäftspartnern oder Persönlichkeiten aus der Politik Kontakte und Freundschaften zu pflegen. Traditionell treffen sich wie jedes Jahr Mitglieder, Gäste und Vereine vor dem Kirchgang in der Pizzeria Il Ritrovo zum Weißwurstfrühstück. Anschließend geht es dann, angeführt von der Schambachtaler Blaskapelle gemeinsam zur Pfarrkirche zum Jahrtagsamt. Pfarrer Johann Bauer begrüßte dort die Gäste und richtete vor Beginn des Gottesdienstes nachdenkliche Worte an die Besucherinnen und Besucher. Ein schwieriges Jahr liegt hinter uns, sagte Pfarrer Johann Bauer. Ein trockener Sommer, der uns unmissverständlich auf den Klimawandel aufmerksam machte. Auch in der Arbeitswelt gibt es Gruppen, die unsicher sind, wie es weiter geht und was auf sie zukommt und andere, wie das Handwerk, denen es gut geht blicken optimistisch in die Zukunft. Auch die Kirche kommt verunsichert vom alten Jahr in das neue herüber. Die Hirten der Kirche suchen nach Wegen aus dieser Situation heraus. Dazu bedarf es der Mithilfe aller getauften, denn „wir alle“ sind die Kirche. In den vergangenen 2000 Jahren wurden schon viele Krisen überwunden. Es gilt jetzt für alle darum mit zwei Armen zu rudern, denn rudert man mit nur einem Arm dreht man sich im Kreis und kommt aus einer Situation nicht heraus. Auch deshalb sind wir heute versammelt um Gottes Beistand dafür zu erbitten. Zur Freude der Jahrtagsgäste brachte der Männerchor Mindelstetten/ Offendorf unter der Leitung von Wolfgang Schauer die „Waldlermesse“ von Ferdinand Neumaier zur Aufführung. Mit dem Segen und mit guten Wünschen für den sich anschließenden weltlichen Teil des Festes entließ der Pfarrherr die Festgesellschaft am Ende des Gottesdienstes. Zum weltlichen Teil des Jahrtags versammelten sich anschließend alle Gäste im Landgasthof Braun in Imbath. Max Rottenkolber, der Vorsitzende konnte dort eine ganze Reihe von Gästen willkommen heißen. Unter ihnen die amtierende Jura Hopfenkönigin Eva Seitz und ihre Stellvertreterin Laura Holzapfel. Weiter Pfarrer Johann Bauer, Bezirksrat Reinhard Eichiner, Stellv. Landrätin Rita Böhm, Kreisrat Josef Kundler, den VG Vorsitzenden und Bürgermeister des Marktes Pförring Bernhard Sammiller, Bürgermeister Josef Lohr aus Oberdolling, Altbürgermeister und Ehrenbürger Emmeram Batz, Bürgermeister Alfred Paulus und seine beiden Stellvertreter Jakob Lang und Stephan Wibmer. Die Ortsbäuerinnen Maria Lindl und Anneliese Waltl, die BBV Ortsobmänner Martin Regensburger und Erwin Waltl sowie die Vertreter der örtlichen Banken an ihrer Spitze die Mitglieder des Vorstandes Erich Utz von der Sparkasse und Konrad Kolbinger von der Raiffeisenbank, sowie mehrere Partner aus der Geschäftswelt und die örtlichen Vereine. Nach der gemeinsamen Einnahme des Mittagessens berichtete Max Rottenkolber, der Vorsitzende bei der Jahresversammlung,dass die Bruderschaft derzeit 370 Mitglieder zählt. Fünf Sterbefälle waren im vergangenen Jahr zu beklagen. Durch die Aufnahme von vierzehn neuen Mitgliedern erfuhr die Mitgliederzahl jedoch einen erfreulichen Zuwachs. Der Kassenbericht von Franz Knöferl brachte keine Überraschung. Die Kasse stimmt und auch die Rücklagen weisen einen beruhigenden Stand auf. Rottenkolber nutzte hier die Gelegenheit sich bei allen Förderern der Bruderschaft zu bedanken und leitete anschließend zum geselligen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen über. Der Bauernjahrtag endet traditionell mit dem recht gut besuchten Jahrtagstanz am Abend.