Gstanzlsingen Nr. 9 in Imbarth

Gäste begeistert vom 9. Imbather Gstanzlsingen.

 

(fj) Die Freunde uriger, bayerischer Wirtshaus Unterhaltung trafen sich wieder zu einem zünftigen Gstanzlsingen „beim Wirts Max“ im Landgasthof Braun in Imbath. Matthias Riegler, der als Riegler Hias weit und breit bekannte Gstanzlsänger, Hochzeitslader und Moderator hatte dazu eingeladen. Seit langem ist der „Hias“ in seiner Zunft eine feste Größe. Bei vielen Auftritten, hat er sehr erfolgreich sein großes Können bewiesen. Sogar die Fernsehschirme hat er bereits erobert, als er unter Anderem bei der Sendung Wirtshausmusikanten beim Hirzinger in Söllhuben auftreten konnte.

Wie bekannt lädt der Hias zu seinen Veranstaltungen stets befreundete Gruppen und Sänger aus der Szene ein. Diesmal Robert Ehlis aus Alteglofsheim, den als „Bobbe“ und Feuerwehrkommandant „Muk Brandlhuber aus Facklberg“, den über die Grenzen Bayerns hinaus bekannten Profi Kabarettisten. Weiter Rudi Mader aus Oberdolling, den bekannten Unterhaltungskünstler, der hier erstmals mit seiner in Berlin Theaterwissenschaft studierenden Tochter Lisa auftrat. Hubert Mittermeier aus Helchenbach bei Rohr, der als „Erdäpfelkraut“ in der Zunft der Gstanzlsänger unbestritten als einer der Besten gilt, sowie die Debütantin Tina Proger, die sonst als Sängerin bei den „Benediktions“ in einem ganz anderen Fach aktiv ist, hier aber mit zwei Liedern den ersten Schritt auf eine solche Bühne wagte. Ihre absolut gelungene Premiere vor großem Publikum hatte an diesem Abend auch die neu formierte, junge „Blaskapelle Stefan Winkler“.

Wie beim Riegler Hias üblich begann der Abend mit der von allen Gästen gemeinsam gesungenen Bayern Hymne.

Spannend angekündigt vom Hias durfte der Bobbe als erster vor sein Publikum treten. Der 100 Kilo große und zwei Meter schwere Protagonist, wie er sich selber vorstellte überraschte mit „i‘ bin blöd“, einer besonderen Interpretation der bayerischen Sprache und dem ein wenig sentimentalen Beitrag „Du bist für mi der Schaum am Weißbier drobn“. Mit diesen Beiträgen gelang es ihm bereits sein Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen.

Flott ging es mit Rudi Mader uns seiner Tochter Lisa weiter. Lisa, die das erste Mal zusammen mit ihrem Vater bei einer solchen Veranstaltung auftrat, glänzte mit eigenen Texten und Gedanken über die Wahlversprechen des künftigen amerikanischen Präsidenten und machte es mit dem Lied „wir Bavarians“ ihrem Vater nicht leicht hier mitzuhalten. Mit seinem Vortrag vom Gaskassier und dem Papagei zog dieser aber kräftig nach. Hubert Mittermeier, der als Gstanzlsänger „Erdäpfelkraut“ bereits zum zweiten Mal in Imbath gastierte, war einmal mehr Spitze. Ohne Anlauf, locker und leicht gingen ihm seine Gstanzl von der Zunge, ohne dabei, trotz einer gewissen Süffisanz, die Gürtellinie zu unterschreiten. Anschließend sorgte Tina Proger mit ihren exzellent vorgetragenen Liedern wieder für eine ruhigere Überleitung in das weitere Programm. Plötzlich tauchte der Bobbe als Feuerwehrkommandant Muk Brandlhuber in voller Einsatzausrüstung wild gestikulierend mitten im Publikum auf. Alarm, Alarm,- das Haus des nach Facklberg zugezogenen Preußen brennt. Dieser unerwartete Einsatz störte die im Gasthaus neben dem Feuerwehrhaus stattfindende Löschübung erheblich. Die sich daraus ergebenden Komplikationen können hier nicht näher behandelt werden. Der Mader Rudi bereiste anschließend mit seiner Tochter in verschiedenen Sprachen die Welt, wobei an den verschiedenen Kopfbedeckungen der jeweilige Aufenthaltsort leicht zu erkennen war. Dann war Hubert Mittermeier, alias Erdäpfelkraut wieder an der Reihe. Routiniert wanderte er durch den Saal und knöpfte sich mehrere Gäste, den Riedenburger Bräu, den Wirt, oder die Bedienung gezielt vor. Zu zwei verschiedenen Melodien, die von den Musikanten perfekt begleitet und nachgespielt wurden trug er seine Gstanzln vor. Nach diesem Auftritt hatte es der Hias nicht schwer seine Gäste der Reihe nach auf die Bühne zu bitten und sie im großen Finale mit ihren Gstanzln in einem Wettstreit gegeneinander antreten zu lassen. Reich belohnt mit Beifall konnten am Ende alle Protagonisten und Besucher einen unterhaltsamen und gelungenen Abend feiern.